Kokerei Hansa | Dortmund-Huckarde
1928 bis 1992 Produktionszeit | 1992 bis 1997
Ruhezeit | 1997 bis heute Denkmalzeit
 |
|
| |
|
Die Kokerei Hansa bietet als begehbare
Großskulptur faszinierende Einblicke in die Geschichte der Schwerindustrie des
vergangenen Jahrhunderts. Die 1928 in Betrieb genommene Großkokerei war ein
wichtiger Teil in der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie. Von den
benachbarten Zechen bezog sie die Steinkohle und lieferte den daraus
produzierten Koks und das Kokereigas an Dortmunder Hüttenwerke. Darüber hinaus
wurden aus dem Gasgemisch, das bei der Verkokung entstand, wichtige Grundstoffe
für die chemische Industrie gewonnen.
Seit 1998 stehen die wichtigsten Produktionsbereiche der Kokerei (wesentlicher
Bestand von 1928) unter Denkmalschutz. Die Anlage befindet sich in der Obhut der
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die im ehemaligen
Verwaltungsgebäude der Kokerei ihre Geschäftsstelle betreibt.
Heute kann die 1992 stillgelegte Kokerei Hansa auf dem Erlebnispfad "Natur und
Technik" besichtigt werden kann. Der Weg führt hoch hinaus auf den"Kohlenturm
mit Panoramablick" und zum Herzstück der Kokerei, den Ofenbatterien, in denen
einst bei über 1000? C Steinkohle zu Koks „gebacken“ wurde. Die Maschinenhalle
mit einem einmaligen Ensemble von fünf Gaskompressoren gilt als Juwel der
Anlage.
Der besondere Reiz des Industriedenkmals besteht in dem Miteinander von
Architektur, Technik und Natur. Seit der Stilllegung erobert die Natur ihr
Terrain zurück. Neben bekannten Gewächsen wie Birken und Sommerflieder haben
sich hier auch Exoten aus Flora und Fauna angesiedelt.
Für Besucher bietet die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur an
den Wochenenden und Feiertagen regelmäßig offene Führungen auf dem „Erlebnispfad
Natur und Technik“ an. Gruppenführungen können jederzeit gebucht werden.
Außerdem lädt der "Mäusekönig" regelmäßig Kinder zur Entdeckungsreise ein.
Führungen zur Industrienatur bietet der KVR an. Die Kokerei Hansa verfügt auch
über eine Fahrradsstation. Die Revier-Räder können gegen eine Gebühr ausgeliehen
werden.